Wenn jede Sekunde zÀhlt, zÀhlt das Team.

Pressemitteilung

Ein kurzer Satz. Ein verĂ€nderter Blick. Eine Situation, die plötzlich eine ganz andere Dynamik bekommt. Im Krankenhaus kann sich der Zustand einer Patientin oder eines Patienten innerhalb weniger Sekunden verĂ€ndern – und dann zĂ€hlt vor allem eines: ein Team, das vorbereitet ist. Beim mobile SIM-Training am Standort Rottenmann wurden genau diese entscheidenden Momente realitĂ€tsnah simuliert. Was als Übung beginnt, wird schnell zur gemeinsamen Herausforderung: aufmerksam sein, richtig reagieren, klar kommunizieren und als Team handeln.

Beim Training am Standort Rottenmann kam ein Hightech-Simulator in Menschengestalt zum Einsatz.
Beim Training am Standort Rottenmann kam ein Hightech-Simulator in Menschengestalt zum Einsatz. | © LKH Rottenmann-Bad Aussee/Ott

Genau darauf zielt mobile SIM, das mobile Simulationstraining des Simulationszentrums der KAGes, ab. Drei Tage lang trainierten interdisziplinĂ€re Teams am LKH Rottenmann – Bad Aussee unter realitĂ€tsnahen Bedingungen medizinische Notfallsituationen.

Hinter mobile SIM steht das Simulationszentrum der KAGes am Standort Hörgas. Dort werden Ärzt*innen, PflegekrĂ€fte und weitere Berufsgruppen regelmĂ€ĂŸig an modernen Patientensimulatoren geschult. Mit dem mobilen Konzept kommt das Training jedoch direkt an die einzelnen Krankenhausstandorte – dorthin, wo die Teams im Ernstfall tĂ€glich zusammenarbeiten.

Die Übungen finden damit in der gewohnten Arbeitsumgebung statt und können an die örtlichen AblĂ€ufe und Strukturen angepasst werden. Ziel ist es, medizinische Handlungssicherheit ebenso zu stĂ€rken wie die Zusammenarbeit im Team – immer mit dem Fokus auf grĂ¶ĂŸtmögliche Patientensicherheit.

Das Simulationszentrum der KAGes: Lernen ohne Risiko

Das Simulationszentrum der KAGes zĂ€hlt zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in Österreich. Mithilfe hochentwickelter Patientensimulatoren können komplexe medizinische Situationen realitĂ€tsnah nachgestellt werden – vom internistischen Notfall bis hin zu kritischen intensivmedizinischen Szenarien. Die Simulatoren reagieren wie echte Patient*innen auf medizinische Maßnahmen: Sie sprechen, atmen, zeigen VerĂ€nderungen der Vitalparameter und ermöglichen dadurch ein Training unter nahezu realen Bedingungen. Nach jeder Übung werden die AblĂ€ufe gemeinsam reflektiert und analysiert. Neben medizinischen Entscheidungen stehen dabei insbesondere Kommunikation, Teamarbeit und FĂŒhrungsverhalten im Mittelpunkt.

Mobile SIM bringt Simulation direkt an den Arbeitsplatz

Unter Anleitung der Instruktor*innen wird fĂŒr den Ernstfall trainiert.
Unter Anleitung der Instruktor*innen wird fĂŒr den Ernstfall trainiert. | © LKH Rottenmann-Bad Aussee/Ott

Beim dreitĂ€gigen mobile SIM-Training am LKH Rottenmann-Bad Aussee, Standort Rottenmann standen jene Situationen im Mittelpunkt, die im Klinikalltag jederzeit auftreten können. Simuliert wurden akute Verschlechterungen des Gesundheitszustands, bei denen innerhalb kĂŒrzester Zeit interdisziplinĂ€r gehandelt werden muss.

Beteiligt waren Ärzt*innen der Inneren Medizin sowie der AnĂ€sthesie und Intensivmedizin, das Endoskopie-Team, das Reanimationsteam und das interdisziplinĂ€re Intensivpflegeteam. Zwei Hightech-Simulatoren stellten unterschiedlichste Notfallsituationen dar und reagierten unmittelbar auf die Maßnahmen der Teams.

Gesteuert wurden die Szenarien von speziell ausgebildeten Instruktor*innen. Auch FĂŒhrungskrĂ€fte des Standortes Rottenmann ĂŒbernahmen diese Rolle und unterstĂŒtzten damit den gemeinsamen Lernprozess.

Im Mittelpunkt standen neben der medizinischen Versorgung vor allem sogenannte Non-Technical Skills: klare Kommunikation, strukturierte Entscheidungsfindung, Rollenverteilung und das Crew Resource Management (CRM). Diese FĂ€higkeiten helfen Teams, auch unter hoher Belastung sicher, effizient und koordiniert zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam trainieren – fĂŒr mehr Sicherheit im Ernstfall

In der Kommandozentrale wird der Simulator ĂŒber Laptop und Headset gesteuert.
In der Kommandozentrale wird der Simulator ĂŒber Laptop und Headset gesteuert. | © LKH Rottenmann-Bad Aussee/Ott

„Im Notfall entscheidet oft nicht nur die medizinische Expertise ĂŒber den Behandlungserfolg, sondern vor allem das Zusammenspiel des gesamten Teams. Genau deshalb sind Simulationstrainings wie mobile SIM so wertvoll. Sie geben uns die Möglichkeit, kritische Situationen unter realistischen Bedingungen und im eigenen Arbeitsumfeld zu ĂŒben, AblĂ€ufe zu hinterfragen und unsere Zusammenarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln – zum Nutzen unserer Patient*innen“, betonen Prim. Dr. Reinhard Doppler, Leiter der Abteilung fĂŒr Innere Medizin und Prim. Dr. Markus Fritsch, Leiter der Abteilung fĂŒr AnĂ€sthesiologie und Intensivmedizin, am LKH Rottenmann-Bad Aussee, die das Training am Standort Rottenmann auch als Instruktoren begleiten durften.

Nach jeder Simulation wurden die EinsÀtze gemeinsam analysiert. Dabei diskutierten die Teams, welche AblÀufe besonders gut funktioniert haben und wo Verbesserungspotenzial besteht. Dieser strukturierte Austausch trÀgt wesentlich dazu bei, Handlungssicherheit und Zusammenarbeit nachhaltig zu stÀrken.

 

Das mobile Simulationstraining machte bereits zum zweiten Mal Station am Standort Rottenmann. Eine weitere DurchfĂŒhrung ist fĂŒr 2027 geplant – denn jede Übung stĂ€rkt jene Kompetenzen, die im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen können.

RĂŒckfragehinweis

Marlene Ott, BEng
Information und Kommunikation, LKH Rottenmann-Bad Aussee

Tel.: +43 (0)3614 2431-2995
Mobil: +43 (0)664 8853-8689

E-Mail: kommunikation.roa@kages.at