Tag der Patientensicherheit: Diabetes mellitus im Fokus
Der Welttag der Patientensicherheit widmet sich heuer der sicheren Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen. Zu diesen zählt auch Diabetes mellitus, eine Erkrankung, die zeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Betreuung, eine gute Abstimmung und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen sind. Am LKH Rottenmann-Bad Aussee setzen Ärzt*innen, das Pflegeteam sowie Diätolog*innen auf diese enge Zusammenarbeit, um eine individuell abgestimmte Versorgung zu gewährleisten.
Die Behandlung chronischer Erkrankungen begleitet Patient*innen oft über viele Jahre – von der Vorbeugung und Diagnostik über die Therapie bis hin zu Rehabilitation, Pflege und Nachsorge. Dabei arbeiten unterschiedliche Berufsgruppen und Versorgungsbereiche zusammen. Besonders wichtig ist eine reibungslose Abstimmung an den Übergängen zwischen Krankenhaus, ambulanter Betreuung und weiteren Einrichtungen, damit die Versorgung sicher und lückenlos bleibt.
Ein Blutzuckerwert ist schnell gemessen – doch für eine sichere Behandlung braucht es mehr als eine Zahl. Wurde bereits gegessen? Hat sich der Gesundheitszustand verändert? Gerade bei Menschen mit Diabetes können Erkrankungen, Operationen, Stress oder eine veränderte Ernährung den Blutzucker deutlich beeinflussen.
Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind eine wichtige Grundlage der Behandlung. Besonders bei Insulin ist jedoch nicht nur der Messwert entscheidend. Auch Dosierung, Zeitpunkt, Ernährung und der aktuelle Gesundheitszustand müssen berücksichtigt werden.
Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag: Ein Patient hat ein festgelegtes Insulinschema, isst aktuell jedoch deutlich weniger oder gar nichts. In einer solchen Situation gilt es, die aktuelle Situation genau zu hinterfragen und gegebenenfalls ärztliche Rücksprache zu halten. Auch ein unerwartet stark abweichender Blutzuckerwert sollte Anlass sein, genauer hinzusehen und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Gerade dieses aufmerksame und vorausschauende Handeln trägt dazu bei, Risiken zu erkennen und Komplikationen möglichst zu vermeiden.
Sicherheit braucht Zusammenarbeit
Bei der Versorgung von Menschen mit Diabetes arbeiten unterschiedliche Berufsgruppen eng zusammen – von Pflege und Medizin über die Diabetesberatung bis hin zur Diätologie. Damit alle Beteiligten richtig handeln können, müssen wichtige Informationen zuverlässig weitergegeben werden. Eine klare Kommunikation und nachvollziehbare Dokumentation schaffen dabei die notwendige Sicherheit im Behandlungsprozess.
Ebenso wichtig sind Schulungen und Fortbildungen. Patient*innen sollen lernen, sicher mit ihrer Erkrankung umzugehen – etwa mit Blutzuckermessgeräten, CGM-Systemen zur kontinuierlichen Glukosemessung, die den Glukosewert im Gewebe regelmäßig erfassen und die Entwicklung des Blutzuckers über den Tag hinweg sichtbar machen, oder Insulin. Für das Fachpersonal wiederum sind regelmäßige Fortbildungen entscheidend, um Wissen und Handlungssicherheit aktuell zu halten.
Am LKH Rottenmann-Bad Aussee wird Patientensicherheit damit als gemeinsamer Auftrag verstanden. Sie zeigt sich vielfach in den kleinen, täglichen Abläufen: genau hinsehen, aufmerksam sein, Informationen weitergeben, nachfragen und bei Veränderungen rasch reagieren.
Marlene Ott, BEng
Information und Kommunikation, LKH Rottenmann-Bad Aussee
Tel.: +43 (0)3614 2431-2995
Mobil: +43 (0)664 8853-8689
E-Mail: kommunikation.roa@kages.at