Für den Ernstfall vorbereitet: Gemeinsame Übung am Standort Bad Aussee

Bad Aussee, 22. September 2026 – Rauch im Patientenzimmer, zwei nicht gehfähige Patient*innen und ein Brand, der rasch unter Kontrolle gebracht werden muss: Was am Dienstagabend am Standort Bad Aussee des LKH Rottenmann-Bad Aussee nach einem ernsten Notfall aussah, war eine realitätsnahe Übung. Gemeinsam mit der örtlichen Feuerwehr und dem Rettungsdienst trainierten die Mitarbeiter*innen den Ernstfall.

Im Mittelpunkt der Übung standen das sichere Verhalten im Brandfall, die Überprüfung der Alarmierungswege sowie die Evakuierung und Betreuung von Patient*innen. Darüber hinaus wurden die Menschenrettung unter Eigenschutz, die medizinische Erstversorgung von Verletzten und die Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal, Feuerwehr und Rettungsdienst geübt.

Realitätsnahes Übungsszenario

Als Szenario wurde ein Brand in einem Patientenzimmer angenommen. Ursache war ein defektes Ladegerät eines Mobiltelefons, durch das sich Einrichtungsgegenstände entzündeten. Die daraus resultierende starke Rauchentwicklung löste die Brandmeldeanlage aus.

Zum Zeitpunkt des simulierten Brandes befanden sich zwei nicht gehfähige Patient*innen im betroffenen Zimmer. Einer der Patient*innen erlitt im Übungsszenario eine leichte Rauchgasinhalation. Der zweite Patient war bettlägerig und wies simulierte Verbrennungen auf. Er musste daher rasch aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Im Zuge der Rettungsmaßnahmen wurde auch die Verletzung einer Mitarbeiterin simuliert, um eine zusätzliche realitätsnahe Herausforderung im Übungsablauf darzustellen. Im weiteren Verlauf wurde das betroffene Patientenzimmer sowie die unmittelbar angrenzenden Zimmer evakuiert. Die Betroffenen wurden in einen sicheren Brandabschnitt gebracht. Die übrigen Patient*innen der Station verblieben in ihren Bereichen und wurden vom Pflegepersonal über die Situation informiert und betreut.

Zusammenarbeit im Ernstfall stärken

Die Übung bot allen Beteiligten die Möglichkeit, die bestehenden Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen. Ein besonderer Fokus lag auf der Kommunikation, dem Patientenmanagement und der Koordination zwischen dem Krankenhauspersonal und den Einsatzorganisationen.

„Gerade im Krankenhaus ist es im Ernstfall entscheidend, dass die einzelnen Maßnahmen rasch und koordiniert ineinandergreifen. Durch regelmäßige Übungen können wir unsere Abläufe überprüfen, die Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen stärken und wichtige Erkenntnisse für mögliche Notfallsituationen gewinnen“, so das Direktorium des LKH Rottenmann-Bad Aussee.

 

Erkenntnisse für die weitere Optimierung

Im Anschluss an die Übung wurden die durchgeführten Maßnahmen und Abläufe gemeinsam nachbesprochen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, bestehende Alarmierungs-, Kommunikations- und Evakuierungsabläufe weiter zu überprüfen und bei Bedarf zu optimieren.

Die gemeinsame Übung stellte damit einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf mögliche Notfallsituationen und zur Sicherheit von Patient*innen und Mitarbeitenden am Standort Bad Aussee dar.

Rückfragehinweis

Marlene Ott, BEng
Information und Kommunikation, LKH Rottenmann-Bad Aussee

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